Denkmalförderung

im Weltkulturerbe Bamberg

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Bamberger Modell

Der zweite Weltkrieg hinterließ auch in Bamberg seine Spuren, wenn auch glücklicherweise große Teile der Altstadt verschont blieben. Historische  Aufnahmen belegen unter anderem Zerstörungen am Obstmarkt und am Grünen Markt.

Am Kranen

Aufseßhöflein

Stadtarchiv Bamberg

Um die historische Altstadt Bambergs zu erhalten und zu schützen, wurde Ende der 1950er Jahre das mittlerweile überregional bekannte „Bamberger Modell“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Modells ist es, private Eigentümer bei der Sanierung ihrer denkmalgeschützten Häuser zu beraten und finanziell zu unterstützen. Auf diese Weise konnten bis heute die Bausubstanz und der Wohnwert der Bamberger Altstadt bewahrt werden.

Die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg führt seit ihrer Gründung dieses erfolgreiche  „Bamberger Modell“ fort und bezuschusst jährlich den denkmalpflegerischen Mehraufwand für Einzeldenkmäler und denkmalgeschützte Ensemblegebäude, den sonst die Bauherren alleine zu schultern hätten.

 

Antragsstellung

Bürgerhaus Nürnberger Straße 2

Das Bürgerhaus Nürnberger Straße 2 wurde Mitte des 18. Jahrhunderts in städtebaulich markanter Lage als Eckgebäude erbaut und erhielt die reich gegliederte und dekorierte Barockfassade um das Jahr 1786.

Das Gebäude wurde im Laufe der Jahre als Laden, Werkstatt und Wohnhaus genutzt und war über Jahrzehnte dem Verfall Preis gegeben. Der alte Glanz dieses barocken Einzeldenkmals war nur noch schwach zu erahnen, die ehemals reichverzierte Fassade bröckelte. 

Es war sicherlich ein Glücksfall, dass sich die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg nach langen Verhandlungen im Frühjahr 2011 mit den Voreigentümern über den Ankauf einigen konnte und dank der Unterstützung zahlreicher Förderer und Zuschussgeber nach nur einjähriger Planung und zweijähriger Bauzeit ein kleines Juwel entstand.

Bei der Sanierung wurde höchstes Augenmerk darauf gelegt, das Anwesen zu restaurieren sowie die bauzeitliche Gebäudestruktur beizubehalten und wieder einer Nutzung als Wohnhaus zuzuführen. Dabei wurde viel Wert auf Erhaltung oder Wieder­herstellung des ursprünglichen Zustands gelegt, aber auch die Anforderungen an zeitgemäßes Wohnen berücksichtigt.

Neues Projekt: Sanierung von Kleindenkmälern

Im Stadtgebiet Bambergs gibt es zahlreiche historische Brunnen und Bildstöcke, die das Stadtbild bereichern und prägen. Die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg nimmt sich in Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde dieser Kleindenkmäler an. Aktuell stehen folgende Brunnen zur Sanierung an:

Adlerbrunnen

Karolinenstraße 6, Bamberg

Der Pumpbrunnen entstand 1178 und erfuhr nach mehreren Erneuerungen im 19. Und 20. Jahrhundert 1985 eine letzte Instandsetzung.

Brunnensockel und Pfeiler bestehen aus Sandstein, das Gesims und der Adler sind aus Muschelkalk. Der Adler auf der Kugel dürfte dem Bamberger Stadtwappen entnommen sein.

Geyerswörth Brunnen

im Innenhof des Rathauses Geyerswörth Bamberg

Das Wappen des Hochstifts Bamberg und das Wappen des in der Zeit von 1683 – 1693 regierenden Fürstbischof Marquard Schenk von Stauffenberg werden als Doppelwappen auf dem Brunnenstein gezeigt.

Der Trog ist eine Nachempfindung einer ehemals dort gestandenen Pferdetränke.

Schulplatzbrunnen

am Kaulberg Bamberg

Auf dem früheren Fischmarkt, dem heutigen Schulplatz, stand ein Brunnen, der bereits 1563 von dem damaligen Domcellarius von Seckendorff gestiftet wurde. Dieser Brunnen hatte Bestand bis nach 1821.

Um 1828 wurde von Wilhelm Wurzer ein Fischkastenbrunnen geschaffen. Dieser bei der Schuljugend beliebte Brunnen wurde in den Kriegstagen des Februars 1945 zerstört.

Erst 1962 wurde die heutige klassizistische Brunnensäule in der Hellerstraße abgetragen um sie auf dem Schulplatz aufzustellen.

Helfen Sie das Bamberger Weltkulturerbe zu schützen und zu bewahren – unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

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